
Eine Werbekampagne für den „echten" Nikolaus und gegen den Weihnachtsmann als Symbol der Konsumweihnacht haben der BDKJ und andere Organisationen in den vergangenen Wochen gestartet. Alternativ zur klassischen bunten Schokoladenhohlfigur werden dabei fair gehandelte Nikoläuse mit Mitra und Bischofsstab beworben.
Plakate und Web-Banner, ein eigenes Info-Mobil, Lieder, Geschichten, Spiele und ein Heiliger aus fair gehandelter Schokolade: Der BDKJ macht mobil für den Heiligen Nikolaus von Myra. „Mit verschiedenen Aktionen machen wir bundesweit auf den Unterschied zwischen der Kommerz-Figur des Weihnachtsmanns und dem Heiligen Nikolaus aufmerksam. Denn der trägt das Original christliche Güte-Siegel", so BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp am Freitag in Düsseldorf. „Und er hat uns und unserer entchristlichten Konsum-Gesellschaft viel zu sagen."

Dass der Weihnachtsmann den Nikolaus als Symbolfigur für die Advents- und Weihnachtszeit mehr und mehr ersetzt sei nur das vordergründige Problem. „Christliche Vorbilder verlieren zunehmend an Bedeutung. Damit verblassen auch christliche Tugenden wie soziales Handeln oder Mitmenschlichkeit. Der Heilige Nikolaus ist eine wichtige Identifikationsfigur. Er steht für ein selbstloses und zweckfreies Schenken und für ein faires Miteinander", so Rapp. Der Legende nach hat Bischof Nikolaus Ende des 3. Jahrhunderts in der heutigen Türkei Frauen durch Geldgeschenke vor dem Verkauf bewahrt und eine drohende Hungersnot seiner Gemeinde abgewendet.
Viele Aktionen, ein Ziel: Die Wiederbelebung des Nikolaus
Mit verschiedenen Initiativen will der BDKJ die christlichen Werte, die mit dem Nikolaus verbunden sind, in den Vordergrund stellen. So etwa gehen die BDKJ-Diözesenverbände Trier und Speyer unter dem Motto „Vorfahrt für den Nikolaus" in Schulen, Kindergärten und Jugendhäuser. Sie bieten Gruppenstunden, Lieder, Geschichten, Vorlagen für Gottesdienste und den Besuch des echten Nikolaus. Aus der Stadt Köln organisiert der BDKJ die Initiative „Nikolaus komm in unser Haus". Das Bündnis von Privatpersonen, Verbänden und dem Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken schickt unter anderem ein Nikolausmobil auf eine Tour zu 25 Stationen in NRW und Mitteldeutschland. In Kindergärten, Schulen und auf öffentlichen Plätzen werben sie dabei für den Nikolaus. Den Anstoß gab das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken mit seiner bereits 2002 gestarteten Kampagne „Weihnachtsmannfreie Zone", die der BDKJ ebenfalls mit trägt. Auf deren Homepage können alle Nikolaus-Aktionen auf einer Deutschland-Karte eingetragen und gefunden werden. Mit ihrem Engagement setzen die katholischen Jugendverbände auch ein Zeichen für einen bewussten Konsum im Advent.
BDKJ und Evangelische Jugend in Nordrhein-Westfalen verteilen gemeinsam am 7. Dezember im Landtag faire Nikoläuse an die Parlamentarier.
Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung und Umkehr - nicht nur eine Zeit für Weihnachtsmärkte und Einkaufsstress. Mit den Schoko-Nikoläusen aus Fairem Handel wird vermittelt, dass mit der Kaufentscheidung auch darüber entschieden wird, ob Menschen oder Umwelt unter der Herstellung von Produkte leiden.
Die FAIR hat noch einige faire Nikoläuse vorrätig!
www.bdkj.de