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Aug.

Fair und klimagerecht handeln!

Tagung am 4.10. im Franz-Hitze-Haus!

Der Klimawandel trifft alle Menschen – aber manche früher und härter. Vor allem die Länder des Globalen Südens spüren in besonderem Maße die Auswirkungen klimatischer Veränderungen. Anhaltende Hitze- und Dürreperioden, Stürme oder Überschwemmungen durch starke Regenfälle führen dazu, dass pro Jahr mehrere Milliarden Tonnen fruchtbarer Boden verschwinden. Der Anbau typischer Produkte des Fairen Handels wie Kaffee wird zunehmend schwieriger, weil zuvor nutzbare Anbauflächen unbrauchbar werden.

Dazu kommt die seit Jahrzehnten anhaltende Verwandlung ganzer Landstriche in Plantagen, in denen monokulturelle Anbauformen den Energie- und Ressourcenhunger des globalen Nordens befriedigen sollen – mit verheerenden Folgen für die regionalen Ökosysteme und die betroffene Bevölkerung. Der Faire Handel versucht seit Jahrzehnten, dieser „Maschinerie der Hoffnungslosigkeit“ (David Graeber) eine humane Alternative entgegenzusetzen. Der Klimawandel stellt auch und gerade die Fairtrade-Akteure vor neue Herausforderungen. Wie lassen sich Anbaumethoden auf natürliche Art und Weise verbessern? Gibt es bereits Ansätze, besonders gefährdete Orte und ihre Bewohner zu schützen und zu stärken? Wie lassen sich Transport und Verpackung fair gehandelter Waren so verändern, dass sie möglichst wenig Klimagase erzeugen – oder gar keine? In unserem Forum wollen wir uns den Verbindungslinien von Klimawandel und Fairem Handel in Theorie und Praxis widmen. Was gibt es schon und was muss noch geschehen? Die Tagung findet im Rahmen des 10jährigen Jubiläums der Auszeichnung der Stadt Münster als Fairtrade Town statt.

Ausschreibung und Anmeldemöglichkeit finden Sie hier: LINK

Foto: GEPA - The Fair Trade Company